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Natur in Dorf und Stadt: Der Gartenteich

Der beste Platz für die Anlage eines Teichs ist ein nicht ganz vollsonniger Gartenbereich. Eine Beschattung durch Bäume und Büsche von 2-3 Stunden um die Mittagszeit ist von Vorteil. Die Mindestgröße des Kleingewässers sollte 10 m² betragen, die maximale Tiefe nach mehreren Abstufungen 1 Meter. Somit ist eine Überwinterung einheimischer Pflanzen und Tiere sichergestellt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Wasserabdichtung. Die umweltfreundlichste Art und Weise ist die mit einer wasserundurchlässigen Tonschicht. Da sandfreier Ton o. ä. jedoch schwer zu beschaffen ist, und der Teich dann auch nie austrocknen darf, werden vielfach Teichfolien verwendet. Diese Folien, möglichst aus umweltfreundlichem und weichmacher-freiem Kunststoff, werden auf einem Schutzflies und einer mind. 10 cm dicken Sandunter-lage verlegt.

GartenteichEine runde Teichform ist nicht besonders günstig. Besser ist eine länglich geschwungene Form mit Buchten, so dass eine möglichst lange Uferzone entsteht, denn der Gewässerrand ist biologisch am wertvollsten. Es sollten keine Steilufer ausgebildet werden, ein flacher Randbereich mit einer Sumpfzone ist optimal. Die Dichtungsbahn wird am Rand bis an den Luftanschluss geführt oder mit nährstoffarmer Erde überwallt. Die Teichsohle wird mit einem nährstoffarmen Sand-Lehm Gemisch ca. 10 cm dick aufgefüllt. An einer Stelle werden ca. 1 Meter breit vom Teichboden bis über die Uferzone Steine aufgeschichtet, diese bieten Deckung, Unterschlupf und Überwinterungsplätze für allerlei Getier. Bei einem größeren Teich kann auch eine kleine Insel eingebaut werden.

Befüllt wird das Kleingewässer mit Regenwasser oder mit dem Gartenschlauch. In Teichnähe sollte man nicht düngen, da sonst Nährstoffe eingeschwemmt werden. Herbstlaub ist nach Möglichkeit zu beseitigen.

Pflanzen und Tiere sollten nicht eingesetzt werden. Man kann die Besiedlung der Natur überlassen. Flugsamen sorgt für einen allmählichen Bewuchs und Tiere finden den Weg zu diesem Kleinbiotop von selbst. Auf keinen Fall dürfen Fische eingesetzt werden, denn diese gehören nicht in ein biologisches Kleingewässer.

Der Teich zieht Kinder an, denken Sie an einen geeigneten Schutz.



Bilder von links: Der Blut-Weiderich wächst am Teichufer. Der Grasfrosch
ist manchmal schon ab Anfang März
zu beobachten. Große Königslibelle


 

       

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